Waldplan

Die kleine Forsteinrichtung für Jedermann

Auch kleine Waldflächen können professionell bewirtschaftet werden! Jede Waldbesitzerin und jeder Waldbesitzer hat die Möglichkeit, einen ganz individuellen Einblick in den Zustand und in die Möglichkeiten, die in ihrem/seinem Wald stecken, zu erhalten. Das sind sehr oft mehr, als gedacht! Der Waldplan wird in Form eines gutachtens erstellt und umfasst pro Flurstück etwa drei Seiten. Hier ein paar Auszüge:

Bestandesbeschreibung:

"Das 0,94 Hektar große Waldstück steht auf einem mäßig frischen, lehmigen Sand..."

"Der Kiefern-Altbestand im südlichen Teil (A) ist etwa 80-100 Jahre alt bei einem mittleren Durchmesser von 42 Zentimetern. Die Ertragsklasse wird auf  I,5 geschätzt. Damit ist mit guter Holzqualität zu rechnen…"

Maßnahmenplanung:

"Aufgrund der Zielstärke der Kiefern wird eine Endnutzung auf Teilfläche A empfohlen. Die Eingriffsstärke sollte nicht zu stark sein. Der Kronenschirm wird dabei von 100% auf 30% aufgelichtet. Weiße Linien zeigen einen optimalen Gassenverlauf…."

"Der obere Teil (B) wurde vor 25 Jahren mit Buche und Eiche aufgeforstet. Um die Eiche weiter zu fördern, sollten durchstechende Buchen im Kronenbereich beseitigt werden. Den verbleibenden Nebenbestand unbedingt fördern…"





Auszeichnen mit Auswertung:

"Es wurden 46 Fichten zur Entnahme ausgezeichnet. Deren mittlerer Durch-messer beträgt 31 Zenti-meter. Damit ist mit etwa 45 Festmetern Holz zu rechnen, wovon ca. 32 Festmeter als Stammholz vermarktet werden können. Empohlenes Sortiment sind Fixlängen 4,10 Meter..."

 

 

 

 Verjüngung:

"Nach dem Eingriff kann unter verbleibendem Kiefern-Schirm ein Voranbau gepflanzt werden. Geeignete Baumarten für Standort und Lichtverhältnis ist im Nadelholz die Douglasie. Dunklere Stellen können mit Buchen ausgepflanzt werden. Entlang der Gassen Fichten und Kiefern Naturverjüngung aufkommen lassen…"

In enger Zusammenarbeit mit den Förstern vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten werden Aufforstungen mit staatlichen Fördermitteln geplant. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten schreibt: "Zweck der Förderprogramme für den Waldbesitzer ist es, einen standortgemäßen, klimatoleranten und möglichst naturnahen Zustand des Waldes zu bewahren oder herzustellen, die Waldfunktionen zu sichern und den Wald nachhaltig zu bewirtschaften."